Trophäenbehandlung - gut gebleicht ist lange haltbar

In der Literatur wie im Netz finden SIe eine Fülle von Anleitungen zur Trophäenpräparation. Manche erfordern mehr mechanisches Vorarbeiten, andere längere Auskochzeiten. Am Ende aber entscheidet das Finishing.

 

Die Stangen sollen farblich unbeeinträchtigt sein, der Schädel dagegen möglichst strahlend weiß. Und auch "gelbe Zähne" mag niemand gern auf dem Brettchen für Hauer und Gewaff ins Jagdzimmer hängen. Die "unappetitliche" Vorreinigung mit allerlei Werkzeug neigt mancher daher, durch langes Auskochen einzusparen. Aber Vorsicht! Denn mit dem "Herausbrodeln" biologischen Materials schwindet auch der Knochenleim aus den Schädelnähten, und die dünnwandigen Keilerwaffen neigen zu häßlichen Rissen, wenn man es übertreibt!

Eine leichte Fettschicht dagegen wird man auf noch heißen feuchten Schädeln immer fühlen können. Wichtig nun: Ruhe bewahren! Die Trophäe sollte nun erst einmal trocknen, ehe man sich sein Urteil über das Ergebnis bildet. Damit das gut wird und bleibt, müssen nur sämtliche Fleisch- und Organrückstände nach dem Auskochen beseitigt sein.

Ist der Knochen dann am Ende durchgetrocknet und man meint, noch eine leichte Fettschicht darauf zu fühlen, lässt sich diese mit einer 70prozentigen alkoholischen Lösung abwaschen. Daei bitte nicht tränken - restlicher Alkohol in dieser Konzentration sollte schnell verdampfen! Fühlt sich die Oberfläche dann rauh und sauber an, kommt vor dem "letzten Schliff" der entscheidende Vorgang: das Bleichen.

Dazu wird im Jagdfachhandel einiges an Fertigprodukten angeboten - nie günstig und nicht immer gut. Gute Mittel basieren auf Wasserstoffperoxid. Gut, weil dieser selbst in größerer Verdünnung zwar nicht anwendungsunkritisch ist - bei der Handhabung sind Vorkehrungen zu Eigen- und Umgebungsschutz unerlässlich! - aber bei entsprechender Verdünnung möglichst mit destilliertem Wasser immer zwei entscheidende Eigenschaften mitbringt: eine hohe Bleichkraft und eine tödliche Wirkung auf überall vorkommende und sich bei Raumtemperatur auf totem organischen Material ansiedelnden Bakterien. Die man dort nicht haben will - denn auch nach Jahren soll auf unserer Jagderinnerung "nichts krabbeln", und farbstabil soll sie auch lange bleiben.

Wie man das mit einer "richtigen Wasserstofflösung" schadlos erreicht, zeigen wir gern am praktischen Beispiel. Damit Sie eine Trophäe mit nach Hause nehmen können, die Ihnen lange Freude bereitet.